Cause we belong together

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Es gibt für Eltern in dieser Zeit ungezählte Möglichkeiten sich zu informieren. Was man wie mit den Kindern anders, besser, richtiger, konsequenter, bindungsorientierter oder sonst wie machen kann. Passend zum gerade aktuellen Erziehungstrend schiessen Kurse, Ratgeber, Onlineartikel aus dem Boden wie jetzt gerade die Steinpilze in den Brandenburgischen Wäldern.

Wie auf einem Basar scheint es aus allen Ecken zu rufen: “Hier ist das Konzept das zu Euch passt.” Wir alle sind auf der Suche nach dem Heiligen Gral, der uns ein glückliches Familienleben beschert und Kinder in Geborgenheit aufwachsen lässt. Ich lese gerne Literatur von Menschen, die Kinder mit ihrer Persönlichkeit und Individualität ernst nehmen ihren Bedürfnissen in der Erwachsenenwelt Gehör verschaffen. Trotzdem glaube ich, dass es eine Gratwanderung ist. Einerseits können Bücher und Kurse hilfreich sein, Bestätigung zu erfahren in der Elternrolle und einen geschützten Raum vorzufinden für Fragen und Unsicherheiten. Andererseits erschließt sich der Großteil an Antworten aus dem offenen Buch, das sich uns tagtäglich mit lachenden und weinenden Augen präsentiert und “lies mich” ruft, in allem was es tut. Unsere Kinder sind in fast jeder Sekunde die sie mit Eltern oder anderen Erwachsenen zusammen sind bemüht, uns in den Bann ihrer kindlichen Lebensfreude zu ziehen. Während wir noch über das richtige Konzept diskutieren oder mit dem Gedanken an eine neue Methode zum Durchschlafen, Abstillen, Zähneputzen, Englisch-lernen beschäftigt sind, wollen Kinder nicht länger warten auf das Ende aller Hirngespinste, die Erwachsene über den richtigen Umgang mit ihnen täglich hervor bringen. Sie wollen uns mitreißen und einladen in ihre Welt. Die ist oft schmutzig, unhygienisch, unaufgeräumt, frei von jeder Scham und dafür voll  von purem Sein.

 

Dieser Welt soll in allen möglichen Variationen von Krabbelkursen Raum gegeben werden. Erwachsene pusten kleine Schwimmbecken auf, die mit Bällen oder Wasser, oder Wackelpudding gefüllt werden, damit die Kleinen sich im angenehm temperierten Raum darin vergnügen können. Alles in kontrolliertem Rahmen, nach Zeitvorgaben, auf Plastikfolien. Nicht, dass der Spaß ausartet. Hinterher werden mit Feuchttüchern alle Spuren beseitigt. Ich mag die Vorstellung, dass die ganze Welt ein Bällebad wäre und wir uns von den Kindern an die Hand nehmen lassen und einfach hinein springen. War das nicht großartig früher bei Ikea, als man da noch rein durfte und vor lauter Kugeln keinen Boden mehr unter den Füßen hatte. Kein Gedanke daran, in wessen Mund wohl der Plastikball zuletzt war, der da gerade den eigenen Arm gestreift hat. Wenn ich gleich meinen Sohn vom Kindergarten abhole, heißt es wieder: einfach springen. Dabei fest an den Händen halten, dann macht es doppelt so viel Spaß!

Herbstgelüste

Zu keiner anderen Jahreszeit geben Wärme und Kälte ein so schönes Wechselspiel…. Ich bin kein großer Fan von Solo-Eiscreme. Wenn ich im Sommer mal einen Becher esse, dann mit Sahne, Sauce, Stückchen drin und Streuseln drauf. Im Herbst wird es interessant. Nirgendwo macht sich Vanille-Eis so gut wie zartschmelzend auf einer Waffel mit heißen Kirschen. Einfach herrlich, wenn man das alles gleichzeitig haben kann…

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gegessen mit Söhnchen 1 & 2 in Aachen bei kaltem Sonnenschein

 

Auch das Wetter funktioniert im Herbst nach diesem Prinzip wo warm und kalt miteinander spielen. Am besten begegnet man dem mit kuscheliger Wolle. Schals, die man bei Bedarf ablegen kann, Sonnenbrillen, die man bei Bedarf aufsetzen kann und lecker eingeschmierten Lippen. Unser Favorit ist gerade ein handgemachter Schokobutter- Balm. Gekauft beim Handemade-Markt in der Moabiter Markthalle. Leider gibt es keinen link zur Herstellerin. Was habt ihr am liebsten auf den Lippen, wenn´s kälter wird?

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eingefangen im Blickwinkel von der hohen Straße in Köln, dabei dem Mann am Flügel gelauscht,

der in der Fußgängerzone so wunderschön spielte

 

 

Kakaokunst für kleine Genießer. Spannend, wie sich das süße Milchschaumgesicht bei jedem Schluck verändert hat. Der kleine Bruder war fasziniert. Mit einer Prise Kardamom und ein bisschen Zimt wird es ein richtiger Herbstkakao

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geschlürft beim Italiener gegenüber vom Hauptbahnhof (ebenfalls Köln)

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Noch besser als Waffeln, kann nur warmer Apfelkuchen mit Eis und Sahne sein. Der Gipfel des puren Herbstvergnügens. Wenn die Äpfel selbst geerntet sind und das ganze Haus nach karamellisierter Vanille duftet darf die Sahne ruhig mal aus der Sprühdose sein 😉

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perfekter Apfelkuchen, gebacken vom besten Freund

 

Kürbismarkt – when it feels like home

Es war Wochenende und es war Kürbismarkt...

Wenn der Tag mit diesem unbeschreiblich wunderschönem Ausblick vom Frühstückstisch aus beginnt…

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Wenn “Oma Krieger´s” unvergleichliches Schwarzbrot auf meinem Teller liegt…

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Wenn er kleine Bruder freudestrahlend 10 Stunden an der frischen Luft verbringt…

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…Wenn es Kürbisse in allen erdenklichen Variationen und sogar als Brotaufstrich gibt…

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Wenn Du bei GéAlée diesen köstlichen Waldfrucht-Marizipan-Gele und hausgemachte Chutneys probieren und einkaufen kannst IMG_6369 IMG_6370

Wenn die Kinder den Flug-Führerschein auf dem frisch gebauten Hexenbesen bestehen

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Wenn wir hier die schönsten Pilzchen für unseren Jahreszeitentisch ausgesucht haben

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Wenn es zur Brotzeit Ziegenkäse und Federweissen gibt

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Wenn ich mich an die vielen Jahre erinnere, in denen ich ich diesen Job liebend gerne gemacht habe, den jetzt meine kleine Schwester mit so viel Liebe ausübt: Schnitz-und Hobelmeisterin in der Kürbiswerkstatt

So viele Bilder, die doch nur einen klitzekleines bisschen von dem zeigen können, was den Meroder Kürbismarkt ausmacht. Da waren noch unendlich viele schöne Stände mit handgemachten Kostbarkeiten, Strohburgen und eine Trampolin-Flatrate für die Kinder. Kürbisbowle und Zwiebelkuchen, so viele bekannte Gesichter, Begegnungen und gute Gespräche. Waffeln mit Erdbeersauce und Vanilleeis, dieses unheimlich beruhigende Tuckern vom Trecker, den ganzen lieben langen Tag. Menschen, Tiere, Filzpantöffelchen für den Kleinsten, Herbstfreude pur.

Und für alle, die noch nie hier waren: Hier seht ihr ein Stück von meinem Zuhause, da komme ich her und Kürbisse machen mich glücklich. Bin eben ein Herbstkind… immer gewesen ❤

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PS: Danke für die schönen Kommentare zum gestrigen Post! :-*

Wann immer Dir eine Bahnfahrt bevor steht: Denk daran, wie es genau jetzt am allerschönsten werden kann – und die Sache läuft…

Yes, we can! – Bahnfahrt mit links

Freitag war nach längerer Zeit wieder einmal Reisetag. Mit drei Kindern um die Welt bzw. von Berlin nach Köln. Ich habe es wieder getan, obwohl ich schon mal gesagt habe, ich mach´s nie wieder. Da war ein Vormittag mit einem Baby das um 6:30 das Elternbett voll gekotzt hatte.(Nachwirkungen von der Streuglitzerampulle der großen Schwester, deren Inhalt ich vorgestern im Babymund wieder fand?)

Der Beschluss, dass zwei Outfits plus das am Körper pro Person für eine Woche Herbstferien ausreichend sind war schnell gefallen, nachdem ich um 11 Uhr immer noch nichts weiter getan hatte als gestillt und gestillt und ein Glas Wasser getrunken und ein Rührei gegessen.

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Wir erreichten den Berliner Hauptbahnhof nach zäh fließendem Baustellenverkehr um 13:44 Uhr. Um 13:46 waren wir schon auf der zweiten Rolltreppe und der Liebste sprintete herbei, nachdem er das Auto schnell quer im Taxistand abgestellt hatte. Eine sehr nette italienische Dame übernahm ohne zu zögern die Lunch-Tüte, obwohl das Glas mit den Ravioli in der Tomatensauce nicht ganz ungefährlich aussah und um 13:47 waren wir drin im ICE. Noch ein Kuss, piep, Tür zu.  Der Liebste blieb zurück in Berlin mit dem größten Wohnungschaos seit unserem Einzug und ich stand mit drei Kindern im rollenden Zug. 6 Wagenmeilen lagen zwischen uns und unseren reservierten Plätzen. Umgekehrte Wagenreihung sollte verboten werden! (Mein persönlicher Geheimtip für Bahnfahrten und eventuelle Sprinteinheiten am Bahnhof: Cashmere. Denn so ein kuschelweicher Pullover direkt auf der Haut getragen sorgt für bestes Reiseklima und verzeiht auch den ein oder anderen Schweißausbruch beim Kinder-und Gepäckschleppen.)

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Es folgte kein großes Durcheinander und keine Fahrt am Rande des Wahnsinns über die man frühestens 37 Monate später mal aus reiner Situationskomik heraus lachen kann. Die Bedingungen waren hart. Sehr hart.

– Immer noch fast 1,5 Stunden Streckenverlängerung wegen Hochwasserschäden

– Ein Baby (blass, aber gut gelaunt) bei dem der Mageninhalt zwar den richtigen Weg kennt, aber in seiner Konsistenz nur als absolut dünnflüssig beschrieben werden kann

– Koffer, Tasche, Tasche, Tüte, Kinderrucksack, Kind im Ringsling

– Total überfüllter Zug (und damit auch alle Gänge)

– Keine Freiwilligen

– Keine Zivis

– Keine Bahnhofsmission

– Zugpersonal das freundlich Gratiszeitungen an die Fahrgäste verteilt (zur Besänftigung dieser ) und dabei zusätzlich im Gang verweilt (die Auswahl an Tageszeitungen ist ja riiiiiieeeesig!!)

– Kleine Jungs mit stinkenden Pizza-Stücken in der Hand, die das Mutter-Kind-Abteil bewachen und kauend “hier ist voll” grunzen

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Was soll ich sagen, der Nervenzusammenbruch blieb aus. Im Gegenteil. Ich war die Tiefenentspannung in Person. Parkte die Kinder vor den Augen des Pizzafressers im Mutter-Kind Abteil, wuchtete unser Gepäck freudestrahlend bis in die letzten Tiefen von Wagen 37, vertrieb freundlich die Mitreisenden, die sich etwas zu früh über den reservierten und noch nicht besetzten Vierertisch gefreut hatten, holte die Kinder nach und war 5 Stunden und 34 Minuten die Ruhe selbst. Dabei sah ich selbstverständlich blendend aus, wechselte drei überlaufende Windeln beim Baby über dem Waschbecken der normalen Toilette (Wickeltisch war ja 4 Wagenreihen weiter weg). Hinterließ keine Spuren, fegte Krümel, schlichtete Streit, verteilte gesundes Essen und Trinken und als das alles nicht mehr half feierten wir eine Gummibärchen-Party (gab es neben den Gratiszeitungen in reichlichen Mengen) und ich nahm dem vorbeirollenden Snackverkäufer dankend eine Flasche Cola ab. Große Schwester und kleiner Bruder tingelten einmal zum Boardrestaurant und kamen mit zwei Magnum-Mandel zurück (“Ach ja Mama, du wolltest ja ein Stück Kuchen, haben wir ganz vergessen. Hier ist dein Restgeld.” Nach zwei Dritteln gaben sie auf. Ich durfte die Reste essen und teilte mit dem Baby. Alles andere wäre vor seinen kleinen großen Augen nicht zu rechtfertigen gewesen. Im süßen Koma überstanden wir Hagen und Wuppertal ziemlich gut. Wir hatten viel Spaß mit kleinen Buchstabenwürfeln, die ich als Überraschung eingepackt hatte.

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Beim Aussteigen half uns ein sehr netter Mitreisender, der unser waghalsiges Abenteuer wie folgt kommentierte: “Kompliment wie Sie das machen. Ich habe drei Enkelkinder im gleichen Alter und würde niemals alleine mit denen Zug fahren.”

Ja, ich bin auch sehr zufrieden mit mir. Ach, eigentlich mehr als das. Ich denke ich bin tatsächlich so etwas wie Wonderwoman.

Gut markiert in die Ferien – Es gibt was zu gewinnen…

Nach trubeligen Wochen im Haus von Familie Känguru  beginnen in der nächsten Woche die Herbstferien hier in Berlin. Im September war eine Menge los. Neben den vielen Geburtstagen war da noch ein Schulwechsel bei der großen Schwester und ich habe einiges an Terminen gehabt, die mir eine klare Richtung zeigen, wie mein beruflicher Weg als Hebamme mit einem reichlich gefüllten Koffer an Zusatzqualifikationen weiter geht. Das Feedback auf meine Beratungen und die bestärkenden Worte von lieben Menschen, freuen mich sehr und geben mir den letzten notwendigen Kick, mich auf die Fertigstellung des Buches für (werdende) Eltern zu konzentrieren. Mein Projekt für die Herbstferien…

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Bevor ich mich in den Urlaub verabschiede, habe ich noch die angekündigte Verlosung für Euch…

Zu gewinnen gibt es das tolle Kombipaket von GUTMARKIERT

Als wir vor drei Jahren zum ersten Mal Namensschilder für die große Schwester suchten, fand ich auf der Seite von gutmarkiert das ansprechendste Angebot. Ich bestellte verschiedene Etiketten für unterschiedliche Zwecke. Große Namensschilder für die persönlichen Gegenstände und Textilklebeschildchen mit Telefonnummer für Jacken, Wechselwäsche und Regenkleidung. Die Lebendauer ist sehr lang. Wir haben immer noch ein paar der ersten Generation hier im Einsatz. Die Wäscheschildchen werden auf die Waschzettel in der Kleidung geklebt, halten super und überstehen jede Wäsche. Sie sind sehr zu empfehlen und müssen nicht extra eingebügelt werden. Die Aufkleber mit Telefonnummer haben wir auch auf Puppen, Stofftieren, Fahrrädern. Ich beklebe Salatbesteck und Schüsseln damit, wenn wir etwas zu Sammelbuffets mitbringen.

Mittlerweile haben wir Gutmarkiert-Aufkleber für alle drei Kinder im Einsatz. Auf den Trinkflaschen wandern die Namensschilder regelmäßig in die Spülmaschine und bleiben trotzdem lange lesbar und schön. Vor ein paar Wochen trafen wir auf dem Wasserspielplatz eine Familie mit gutmarkierten Sandförmchen. Eine prima Idee wie ich finde, besonders wenn jedes Kind seine Eis-Förmchen-Sammlung dabei hat.

Und was sollte bei Euch unbedingt gutmarkiert sein?

Schickt mir Eure Antwort bis zum 31.9. per Mail oder gerne auch als Kommentar unter diesem Post.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Glück ❤

Geburtstag hoch 2

Der Kleinste ist ein Jahr alt geworden und wir haben gefeiert. Kaum ist der letzte Luftballon aufgeblasen und die übrig gebliebenen Kuchenstücke aufgegessen geht es direkt auf in die nächste Runde… Wie aufregend und kurz der September mit zwei Geburtstagskindern im Haus ist. Die Zeit vergeht wie im Flug wenn in einer Tour vorbereitet, gefeiert und aufgeräumt wird. Aber schön isses. Die angekündigte Verlosung ist schon vorbereitet, muss aber zugunsten der noch nicht abgeschlossenen Feierlichkeiten noch ein paar Tage warten. Ihr dürft weiter neugierig sein.

Zwischendurch eine kleine Inspiration aus der Kindergeburtstagswerkstatt auf dem Esstisch im Wohnzimmer.

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Die große Schwester ist seit zwei Tagen sieben Jahre alt und nun feiern wir am Wochenende mit ihren liebsten Freunden einen Nachteulengeburtstag mit Murmelspielen und einer kleinen Nachtwanderung. Zum Essen gibt es wie jedes Jahr Fischstäbchen mit einer Kartoffelzubereitung nach Kinderwunsch und für die Nachtwanderung können mit “Sterntalern” süße Sachen für die Spitztüten eingekauft werden.

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Da ich themenbezogene Dekoration liebe und nichts gefunden habe, was mir so richtig gut gefallen hat für unser Geburtstagsthema, habe ich alles aus einer großen Rolle Eulengeschenkpapier selbst gebastelt. Spitztüten zum selber befüllen, Pieker für die Muffins, Zusätzlich gekauft habe ich nur noch ein paar sehr schöne Eulen-Servietten.

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Diese Basteleien sind super einfach umzusetzen und sehen toll aus. Das ganze lässt sich noch beliebig weiter ausdehnen auf Einladungen, Tischkärtchen, Muffin-Manschetten, Aufkleber auf den Trinkgläsern….

So bieten sich unendlich vielseitige Dekomöglichkeiten.

Morgen reist der Papa vom Geburtstagskind an und so ist das dreiköpfige eingespielte Kindergeburtstags-Orgateam zum vierten Jahr in Folge wieder komplett um die kleine große Schwester in unserer Mitte zu feiern. Auf ins September-Geburtstags-Finale…