Kleines Daumenkino

 

 

 

vom Hofpicknick heute Nachmittag. Wie es weiterging kann man sich denken. Natürlich hat sich das Baby immer weiter vorgearbeitet bis es endlich mit beiden Händen und dem Gesicht in der Schüssel hing.Klar, dass man dann sofort strahlend nach Mamas rosa Hosenbein greift, weil das ja alles so aufregend ist.

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Und was gab´s?

– Gemüseburger superschnell (leckere Alnatura-Mischung aus dem dm, wird mit Wasser angerührt, quellen lassen, Frikos formen, braten, fertig)

– Kräuterquark aus Quark, Sahne und Würzfee

– Schokowaffeln mit Apfeltopping (glutenfreie Brownie-Backmischung aus dem Bioladen, mit Haselnussmilch und Kakao verfeinert, einfach ins Waffeleisen gegossen)

– Zitronenlimonade in einer ehemaligen Waldmeisterflasche, die war ja frei… Hierzu habe ich eine große Zitrone ausgepresst, mit etwas Wasser und Zucker und den Zitronenschalen aufgekocht, nach Geschmack gesüßt und dann mit kaltem Wasser zu einem Liter aufgegossen. Dann für eine Stunde in den Kühlschrank.

Lasst es Euch schmecken. Hier war es sehr lecker.

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Der Elefantenbrunnen

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in der Lobby Lounge Bar des Berliner Hotel Adlon plätschert vor sich hin und verbreitet dabei eine wohlige Ruhe mitten im Trubel an einem der belebtesten Plätze der Stadt. Ich habe schon seit meiner Teenagerzeit sehr viel übrig für gigantische Ozeandampfer, Flugzeuge und das Berliner Hotel Adlon. Ich liebe Erich Kästner´s Geschichten und alles rund um das “Milieu”, welches das alte Berlin im 19. und 20. Jahrhundert beschreibt.

Vor ein paar Jahren hatten wir (meine Mama und ich) einen ersten Versuch unternommen, ein bisschen “Lindenluft” und Cappuccino  auf der Sonnenterrasse vor dem Brandenburger Tor zu inhalieren. Leider wusste das damals 2jährige Kind noch nicht annähernd zu schätzen, dass Omi ihm hier eine Eiskugel spendierte. Silberlöffel und Spitzendeckchen halfen nicht. Es wurde ein nervtötendes Geheul angestimmt, weil das Eis nicht in einer Waffel steckte. Es wurden Waffeln gebracht auf einem kleinen Silbertablett. Das Geheul ging weiter. Der Kellner lächelte weiterhin sehr freundlich und milde. Ich rannte mit dem Kind zu einer benachbarten Rasenfläche und sagte irgendwas von “da will ich nur einmal, dieses einzige Mal” und “du bekommst ein ganzes Paket Waffeln zu Hause, aber hör jetzt bitte auf zu weinen” und dann sagte ich wirklich: “Sag, sag mir was du verlangst. Was willst du haben, damit wir jetzt dahin zurück gehen können und ich diesen Cappuccino da mit Omi trinken kann?” Das Kind verstummte. Ich atmete tief ein. Und aus. Auf alles gefasst. Meine Mutter winkte uns zurück an den Tisch. Da stand ein neues Silbertablett. Mit einer Tüte Gummibärchen. Das Kind wechselte beim Anblick der Herrlichkeit in den Smillie-Modus. Wir tranken Kaffee und sie kaute.

Heute haben wir mehr Glück. Das weiss ich schon beim Betreten der Eingangshalle. Mein Jüngster ist noch nicht mit derartigen Süßigkeiten in Tüten vertraut und hat mich bisher bei unseren kleinen feinen Ausflügen noch nie im Stich gelassen. Nach dem Dessous-Shopping und Friseurbesuch wird er also heute in ein weiteres Geheimnis eingeweiht: Eine zelebrierte Tea-time am Elefantenbrunnen.

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Und was soll ich sagen: Er machte es großartig. Gleichzeitg kann ich vermelden: Ja, das Adlon ist ein kinderfreundliches Hotel. Es bietet fast schon intime Stillecken in den herrlichen Sofas mit hoher Lehne bei gleichzeitigem Ausblick auf das wuselige und gleichzeitig lässig ruhige Treiben in der Lobby. Die großen Stoffservietten bieten kleinen Gästen die Möglichkeit das liebevoll servierte Brötchen (da war es wieder, das Silbertablett) sehr elegant auf dem Schoß zu zerlegen.

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In den großzügigen Toilettenräumen gibt es einen hübschen Frisiertisch Wickeltisch aus rotem Marmor und sehr wohlriechende Lotion aus einem Spender direkt neben der Seife.

Was das Tea-time-arrangement betrifft: Dieser Genuss lässt sich weniger durch Worte ausdrücken.

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Details zu den Herrlichkeiten auf der Etagere kann man hier  nachlesen. Eine wunderbare Gelegenheit um mit Mutter, Freundin, Ehemann oder einfach mit sich selbst einen Nachmittag Urlaub zu machen. Es ist wie ein kleiner Spa-Aufenthalt hier zu sein und zu den Klavierklängen auf die feine englische Art zu genießen. Ich kann Euch dieses Erlebnis nur wärmstens ans Herz legen.

Freundlich empfangen und begrüßt wird man hier in jedem Fall. Egal, ob man in Schlabberlook und  “undone” oder aufgebrezelt daher kommt. Am meisten Spass macht es Dir und den anderen Gästen wenn Du

– alles was vor allem “praktisch” ist, heute im Schrank lässt und Deine naturgegebene Schönheit mit einem ansprechenden Outfit und gepflegter Frisur (und dezentem Make-up) unterstreichst

– darauf vorbereitet bist, dass hier das meiste ein vielfaches von dem kostet, als beim Bistro an der Ecke. Wer vergleichen will, bleibt besser zu Hause.

– den Menschen die hier so hingebungsvoll damit beschäftigt sind, diese ganz besondere Atmosphäre zu zaubern , mit Respekt und Freundlichkeit begegnest. Großzügig genießen darf auch auf das Trinkgeld abfärben. Hier sollte auf keinen Fall am falschen Ende gespart werden.

Und noch ein paar Tipps zum Tee-Genuss:

– der Löffel wird wild im Tee herum gerührt schwebt gerne von links nach rechts durch die Tasse

– Scones werden NICHT mit dem Messer aufgeschnitten, sondern Stückchen werden abgebrochen und mit Clotted cream (Ein Gedicht!) und Marmelade bestrichen. Sie werden zum essen in die Hand genommen.

– Papier-Serviettenmanschetten mit dem Hotel-Emblem werden unauffällig als Souvenir in dir Tasche gesteckt abgelegt und mit abgeräumt 😉

Na, wer hat Lust bekommen? Ich sag´s Euch, probiert es aus. Bis es soweit ist, kannst du dir die tea-time nach Hause holen. Mit diesem Rezept sind Scones und Clotted cream heute ganz köstlich geworden.

Ich werde sie immer und immer wieder backen….

Waffeln!

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Meine Mama ist zu Besuch, das bedeutet genussvolle Frauen-Tage sind angesagt! Sie hatte ein wunderbares Waffelrezept im Gepäck und so gab es gleich am ersten Morgen wundervoll leckere Yoghurt-Waffeln, die ganz ohne Butter im Teig auskommen. Wir haben auch noch glutenfreies Mehl verwendet und ich kann nur sagen: köstlich hat es geschmeckt. Mit ein bischen Honig und Mandelcreme bestrichen, ein Hauch von Zimt oben drüber beginnt der Tag in der Berliner Morgensonne.

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200g Mehl mit 3 TL Backpulver vermischt

1 Hand voll Mandeln, grob gehackt

2 Eier

150g Joghurt natur

1 Tasse Wasser

1 Tasse Milch

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Auch das Baby war hoch zufrieden mit der neuen Abwechslung auf seinem Teller. Zur Feier des Tages gab es einen kleinen feinen Klecks Johannisbeermarmelade obendrauf. Es lohnt sich, gleich ein paar mehr davon zu backen. Wenn die Großen aus der Schule und dem Kindergarten heim kommen, sagen die Waffeln dem Toaster noch mal kurz hallo, und dann schmecken sie fast noch besser!