Urlaub hoch 5 – mit Kindern Reisen Teil 2

Wir haben uns für unseren Miniurlaub am vergangenen Wochenende die Insel Rügen ausgesucht. Von Berlin aus in gut drei Stunden erreichbar lohnt sich die Fahrt. Das Gepäck hat für alle fünf in unseren großen Koffer gepasst. Los ging´s am Freitag Abend. Es gab viel zu sehen: Windräder, Rehe, Pferde, Küche, Kräne die ein Windrad aufgebaut haben…

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Was wir eingepackt haben und was sich bewährt hat:

– Hüte mit Nackenschutz wie diese

– mineralischen Sonnenschutz.Mit der Kindersonnencreme von Lavera sind wir super zufrieden. Die Tube hat für die ganze Familie gereicht und wir waren ein ganzes Strandwochenende lang gut geschützt.

– Wolle-Seide-Langarmshirts. Diese Schlupfhemdchen von Maas-natur waren die Klamotten-Entdeckung des Sommers für das Baby. Sie sind toll verarbeitet und haben eine ganz feine engmaschige Qualität. Der Vorteil von Wolle-Seide am Strand: Schutz vor Sonne und Wind, temperaturausgleichend und schnell trocknend. Das Baby hat sich rundum wohl gefühlt.

– Was warmes zum drüber ziehen für alle (haben wir nicht gebraucht)

– Ein großes Strandlaken

– Sandspielzeug

Wir feiern die Feste gerne wie sie fallen. Am liebsten mit passender Garderobe. So habe ich für jedes Kind etwas maritimes in den Koffer gepackt. Für die große Schwester gab es einen blau-weißen Pünktchen-look. Der kleine Bruder trug Matrosenhemd und das Baby ein Fischerhemdchen.

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Der Liebste und ich hatten jeder ein Buch im Gepäck. Ich lese gerne am Strand und wenn es nur ein paar Seiten zwischen Pommes verfüttern und Wassermelone schneiden sind. Da es ein richtig heißes Wochenende war, konnte man am Strand noch was viel besseres mit der Zeit anfangen: im Meer schwimmen – jippie!

Bevor es an den Strand ging, haben wir vor Ort noch das nötige Equipement im sehr netten Sportgeschäft neben dem Hotel besorgt.

– 2 kleine Fischernetze

–  2 stabile Metallschippen

– 1 Drachen

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Der Drachen für unter 10,- Euro fliegt super und lässt sich prima von Kinderhänden halten. Was ich besonders schön fand: Wir haben einen richtigen Drachen mit Schleifchenschwanz gefunden. Die meisten haben immer nur ein paar Bänder dran.

Und nun noch ein besonderer Tip für den Strand oder auch den Spaziergang zum Spielplatz. Die Buddelzeug-Taschen von Augenschmaus-Berlin. Ein kleines Täschchen das am Henkel oder als Rucksack getragen werden kann. Der Boden ist aus einem stabilen Netzstoff, so dass der ganze Sand auf dem Nachhauseweg  in Ruhe raus rieseln kann. Wir benutzen ihn auch zu Hause fast täglich. Die Tasche kann individualisiert werden und nach eigenen Designwünschen genäht werden.

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…und dann war da noch die homöopathische Reiseapotheke. Die sechs wichtigsten Mittel habe ich immer dabei. Einmal wurde sie gebraucht.

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In love with a Milchkanne

IMG_5654Was macht frau (also ich) an einem strahlend sonnig heißen Tag, wenn die Kinder mit den Großeltern freundlicherweise am Havelstrand abhängen?

Mit dem Baby einen gemütlichen Nachmittag im Kiez geniessen, am Garten vorbei schauen und feststellen, dass es viel zu heiß ist um hier zur Mittagszeit irgend etwas zu bewegen. Bei Costa das letzte Stück Biskuitrolle mit dem Kind teilen ganz in Ruhe essen während das Baby schläft. Sich bei modernes in eine Milchkanne verlieben aus der wahrscheinlich Nesthäkchen morgens immer seinen Kakao von der dicken Köchin Hanne bekommen hat. Hach, sie ist wunderschön. Nun ist sie in Ermangelung an Kakaowetter mit leckerem Eistee gefüllt und ich muss immer zum Tisch rüber gucken und “hach wie schön” sagen…

Annas Eistee (1,5l):

-2 EL Orangenblüten mit 1 l kochendem Wasser übergiessen und 5-10 Minuten ziehen lassen

– mit 250 ml Apfelsaft und 250 ml kaltem Wasser aufgiessen

– mit einem guten Schuss Holunderblütensirup verfeinern

– abkühlen lassen

Tip!! Die Becher mit dem Eistee am besten in ausreichender Höhe platzieren. So erspart man sich den klebrigen Teppich/ Fußboden/ Babysohn nachdem das Kind sich an dem Becher hochziehen wollte. Ich hol dann mal den Microfaserlappen…

Urlaub hoch 5 – mit Kindern reisen

Wir waren über´s Wochenende an der Ostsee. 2 Tage Sonne, Sand und Meer… Warum das so super war und wir alle total erholt nach Hause gekommen sind, darüber schreibe ich in einer kleinen Serie. Los geht es mit der Idee vom Kurzurlaub in dem die Bedürfnisse von jedem einzelnen Familienmitglied Beachtung finden.

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Planungsvorlaufzeit: 2 Tage

Investierte Zeit in die Vorbereitung (Suche nach Urlaubsort und Kofferpacken inklusive): 3 Stunden

Budget für das Wochenende inkl alles (Anreise, Unterkunft, Essen, Eis, Spass, Parken, Kurtaxe): 550,- Euro

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Bei uns war der Sommer in diesem Jahr recht unvorhersehbar. Es kommen mehrere Aspekte zusammen, die sich unter “Unplanbar” zusammenfassen lassen. In Bezug auf die damit einhergehende Flexibilität kann ich sagen, es ist toll um ganz neue Erfahrungen zu machen und jeden einzelnen Tag als kleines Fest zu feiern. Manche Tage fühlen sich dabei an wie eine rauschende Sommernachtsparty. Ab und zu gibt es welche , die sich zeigen wie ein Beerdigungskaffe. Die Kunst besteht darin, jedes Fest so zu feiern wie es sich Dir anbietet.

Uns bot sich nun ein Wochenende an, unsere Familie in den Mittelpunkt zu stellen und in vollen Zügen unser Miteinander zu genießen. Mit Höhen und Tiefen versteht sich. Zu glauben, dass die Aussicht auf Meer und einen zauberhaften Sandstrand gänzlich vor Trotzanfällen und Streitereien bewahrt, verliert sich in einer Illusion und wird möglicherweise enttäuscht. Es gibt aber Möglichkeiten, einen Familienausflug so zu gestallten, dass jeder einzelne die Chance hat, seine Wünsche mit einzubringen. Kommt es dann zu Meinungsverschiedenheiten und schmerzhaften Erfahrungen, können alle Beteiligten besser damit umgehen.

Vorteile vom erholsamen Kurzurlaub:

– absolute Flexibilität. Die Reise kann dann beginnen, wenn alle möglichst gesund und munter sind

– Wetter: zwei Tage im voraus ist die Prognose sehr zuverlässig

– Überraschungseffekt: etwas ganz spontanes erleben und das Gefühl dieser Freiheit genießen

– Last minute Preise: günstige Restkontingente für Übernachtungen nutzen

– Etwas neues kennen lernen: eine neue Gegend, ein gemütliches kleines Hotel, einen schnuckeligen Campingplatz

– kurze Anreise, in die Ferne schweifen lohnt sich ganz einfach nicht für zwei Tage. So kann man tolle Plätze in der Umgebung kennen lernen.

– Erfahrungen sammeln: Wenn das Urlaubsdomizil allen gefällt, kann für das nächste Mal ein längerer Aufenthalt geplant werden. Dann mit etwas mehr Planungssicherheit. Man weiss dann, was es vor Ort für Möglichkeiten gibt und diese können dann voll ausgenutzt werden.

So ein Kurzurlaub ist wie ein Tiefseetauchgang für die Seele. Auch, weil man durch die Kürze der Zeit nicht in Versuchung gerät zu viele Termine vor Ort einzuplanen. Sich ganz auf den Moment einzulassen macht so viel Spass und aus zwei Tagen werden ganz schnell gefühlte 2 Wochen Urlaub.

Im nächsten Teil geht es um intelligentes und zeitsparendes Gepäck für den Familientrip.

 

 

KinderAugenblick

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“Oh Mama, guck da ist was abgebrochen!” rief das Kind erschrocken und blickte suchend in die Tasse, als es feststellte, dass es zum Kakao-Umrühren nach dem Salatbesteck gegriffen hatte… ganz schön viel Überzeugungsarbeit, einem Dreijährigen zu erklären, dass der Löffel schon vorher so aussah…

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Auf geh´s ins Wochenende. Einfach mal meer erleben… Wir freuen uns.

 

Die Ungeduld und das Provisorium

 

 

Es war schon immer so eine spezielle Beziehung zwischen mir und den Zimmerwänden. Es soll da ja solche riesigen hallenartige Geschäfte geben, in denen man alles kaufen kann, was Wände normalerweise so brauchen. Wandfarbe um sie zu streichen, Tapeten um sie zu bekleben, Hammer und Nägel um etwas daran aufzuhängen. All das brauchen wir nicht, meine Wände und ich.

So Mama, nun kommt deine Lieblingsgeshichte:

 

Als ich 13 war, habe ich einmal Nachts um 11 Uhr beschlossen, dass ich gerne eine gelbe und eine blaue Wand im Zimmer hätte. In Ermangelung an Einkaufsmöglichkeiten, mischte ich mir die passenden Farben selbst aus den Fingerfarbtöpfen meiner kleinen Schwester zusammen. Das Deckweiss war dann alle. Das Ergebnis an der Wand zu meiner vollsten Zufriedenheit. Leider wusste ich nicht, das Fußleisten, speziell die aus Holz, vorher abmontiert werden sollten. Woher auch?

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18 Jahre und viele Wandexperimente später habe ich heute nach langer Zeit einmal wieder auf eine meiner bewährten Werkzeugsvermeidungstechniken zurück gegriffen. Der Liebste war nicht im Haus. Hammer und Nagel weit weg auf dem Hängeboden. Ich in der Küche mit den Bildern, die an die Wand sollen. Ein Griff an die Pinnwand, einer zum Kerzenständer und 2 Minuten später ist die Wand fertig.

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Dafür liebe ich mich (unter anderem 😉 )

Sommergarten

Wenn ich mit den drei kleinen Zauberern meine Eltern besuche und es endlich Sommer wird, verbringe ich viel Zeit im Garten meiner Kindheit. Es sind Ferien, wir haben keine festen Züge gebucht. Das fühlt sich nach Freiheit an.

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Meist nehme ich mir viel vor, für die Tage an denen ich hier bin. Ich möchte dann die Zeit nutzen um Freunde zu treffen und die Familie zu besuchen. Oft sind meine Pläne viel zu groß für die kleine Zeit. Der Gedanke an Autofahrten und Herumreisen mit den Kindern löst mehr Stress als Vorfreude bei mir aus. Sie genießen die freie Zeit und das liebevolle in den Tag hinein leben mindestens so sehr wie ich. Diesmal habe ich bewusst kaum Pläne gemacht oder nachträglich geändert.

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Nach 7 Tagen fängt so was wie Erholung an. Ich spüre, wie ich beginne aufzutanken. Energie, Ruhe, Lebenskraft. Einfach wunderbar. Nach 10 Tagen bin ich voll und ganz angekommen im Urlaub.

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Der Johannisbeerstrauch fühlt sich nicht nur nach Kindheitserinnerungen an. Er fühlt sich an wie immer und das ist so viel besser. Denn zwischen mir und dem Garten meiner Kindheit liegt nichts als Zeit. Wir sind hier. Die Erdbeeren, Kirschen, Kräuter, Johannisbeeren, unreife Stachelbeeren und ich. Dieser Sommer ist für mich wie nach Hause kommen.

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Gestern haben wir reichlich Früchte geerntet und daraus ist leckerer Sommergarten in Gläsern geworden. Weil ich die Kombination von Erdbeeren und Pfefferminze toll finde, habe ich eine neue Marmeladenvariation ausprobiert.

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Fruchtig, frisch und rosig ist sie geworden… Für viele sommersüße Momente im ganzen lieben langen Jahr…

800g Erdbeeren, die Blätter von zwei Minzezweigen, eine Hand voll Rosenblätter plus 400g Gelierzucker. Wie bei Marmelade so üblich, zerkleinert, zubereitet, eingekocht…. Wie mögt ihr Erdbeeren am liebsten? Vielleicht mit Basilikum? Traut Euch zu experimentieren mit frischen Früchten und euren liebsten Kräutern. Ich probiere heute Johannisbeere-Vanille-Gelee.