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Die Ungeduld und das Provisorium

 

 

Es war schon immer so eine spezielle Beziehung zwischen mir und den Zimmerwänden. Es soll da ja solche riesigen hallenartige Geschäfte geben, in denen man alles kaufen kann, was Wände normalerweise so brauchen. Wandfarbe um sie zu streichen, Tapeten um sie zu bekleben, Hammer und Nägel um etwas daran aufzuhängen. All das brauchen wir nicht, meine Wände und ich.

So Mama, nun kommt deine Lieblingsgeshichte:

 

Als ich 13 war, habe ich einmal Nachts um 11 Uhr beschlossen, dass ich gerne eine gelbe und eine blaue Wand im Zimmer hätte. In Ermangelung an Einkaufsmöglichkeiten, mischte ich mir die passenden Farben selbst aus den Fingerfarbtöpfen meiner kleinen Schwester zusammen. Das Deckweiss war dann alle. Das Ergebnis an der Wand zu meiner vollsten Zufriedenheit. Leider wusste ich nicht, das Fußleisten, speziell die aus Holz, vorher abmontiert werden sollten. Woher auch?

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18 Jahre und viele Wandexperimente später habe ich heute nach langer Zeit einmal wieder auf eine meiner bewährten Werkzeugsvermeidungstechniken zurück gegriffen. Der Liebste war nicht im Haus. Hammer und Nagel weit weg auf dem Hängeboden. Ich in der Küche mit den Bildern, die an die Wand sollen. Ein Griff an die Pinnwand, einer zum Kerzenständer und 2 Minuten später ist die Wand fertig.

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Dafür liebe ich mich (unter anderem 😉 )

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