Tea time all around

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Dass ich eine Schwäche für hübsche kleine Dinge habe, die auf den ersten Blick möglicherweise ein winziges bisschen überflüssig erscheinen, darüber habe ich bisher kein Wort verloren. Es stimmt ja auch gar nicht. Denn dieses obersüße Exemplar von einem Ring ist der eindeutigste Gegenbeweis den man sich überhaupt vorstellen kann. Ich mag es sagen wir mal “auffallend schlicht” an der Hand. Rechts trage ich meinen Ehering der mir seit einem Jahr nicht mehr passt, weswegen ein silberner Platzhalter in zwei Ringgrößen mehr dort zur Zeit seinen Vertretungsdienst erledigt. Links habe ich gerne einen breiten Silberring mit einem großen Stein. Den wähle ich je nach Stimmung und Tagesplan aus. Es gibt z.B. einen für wichtige Gespräche, wenn es mir mal nicht gut geht trage ich gerne einen Trost spendenden Amethyst.

Nun darf es auch öfters mal ein Tee-Tässchen sein. Ich liebe diesen Ring, wenngleich er sich nicht so gut während der Hausarbeit macht. Das Gedeck ist bereits einmal samt Unterteller herunter gefallen. Glücklicherweise hat der kleine Bruder sofort bemerkt, dass das Baby die Tasse zuerst entdeckt hat. Als guter Feuerwehrmann mit Ersthelfer-Ausbildung wurde sie von ihm fachmännisch und sekundenschnell inklusive Kleberesten aus dem Babymund entfernt.

Beim Preis von 6,- Euro für dieses Unikat sieht der Kundenservice vermutlich eine Eigenreparatur vor. Sekundenkleber is in the house. Gefunden habe ich die kleine Tea-time beim Kreativmarkt in der Moabiter Markthalle. Im Schlupfladen wird demnächst eine kleine Auswahl erhältlich sein. Diesen hier gab es nur einmal. Es sind noch weitere niedliche Kreationen im Angebot. Zum Beispiel das Modell “Gurkensalat” oder “Spargel mit Schinkenröllchen und Sauce Hollandaise”. Ja, das ist dann in echt in miniklein auf dem Ring oben drauf. Leider habe ich es versäumt die ganze Kollektion zu fotografieren. Aber der Schönste is ja nun eh schon weg. Ob da auch noch ein winziger Keks auf den Tellerrand passt?

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Pflücksalat auf dem Tisch ist eine feine Sache. Er wird super frisch geerntet, es wird nur das “verbraucht” was auch gegessen wird und weil das Pflücken beim Essen so viel Spaß macht, ist der Salatverzehr auf der Kinderseite hier mal drastisch gestiegen.

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Die Teichpiraten sind los. Seitdem Schulfest wird hier geschminkt was das Zeug hält. Am Abend schaffen wir es mit viel Überzeugungskraft, die Augenklappe über Nacht abzulegen. Am nächsten Morgen muss ich dann schnell sein. Sonst ist die erste erschrockene Feststellung des Tages: “Mama, mein Bart ist weg.”

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Einmal noch, dann ist die Donnerstag-Abend-Freude für die beiden Damen des Hauses erst mal wieder vorbei. Haben wir uns doch die letzten Wochen so schön dran gewöhnt. GNTM im Livestream schauen mit herrlichem Schokofondue dazu. Die Favoritin der großen Schwester hat es bis ins Finale geschafft und so ist es morgen ein aufregender Tag für uns. Noch einmal Schokofondue und alle Daumen für Lovelyn gedrückt.

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Der kleine Wichtel wurde von einem Kakaoregen eiskalt erwischt. Da half nur noch ein warmes Wichtelbad. (Das Auswringen habe ich vorsichtshalber heimlich erledigt, während die große Schwester den Wichtel-Bademantel holte.) Nun ist der kleine Kerl wieder blitzsauber und darf nun mindestens sieben Wochen in der “Wichtel-Erholungs-Station” Urlaub machen.

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Mmmmmmmmmmmmmmilchreis mit Apfelmus. Was gibt es besseres bei dem Wetter da draußen (mit Ausnahme von Vanillepudding mit Himbeeren)?

Was an diesem hier ganz besonders toll ist: Er ist ohne Milch! Dass das ganz prima funktioniert und auch noch lecker schmeckt habe ich von meiner lieben Kollegin Franziska gelernt, die sich in einer Ausbildung in traditioneller chinesesischer Medizin befindet und sich dementsprechend auch mit Ernährungslehre befasst. Der Reis wird zum Milchreis, weil man diesen speziellen (milchigen und rundkörnigen) Reis dafür verwendet. Die milchige Komponente entsteht quasi beim Kochen. Nämlich Reismilch. Es ist verblüffend einfach: 220g Milchreis in 1l Wasser mit Süße nach Wunsch aufkochen und wie gewohnt zubereiten. Eine Vanilleschote und Zimt mit rein, Apfelmus dazu und als ölige Komponente einen schönen Löffel Kokosfett oder Butter.

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Two girls and her umbrella. Wer könnte etwas gegen den Regen haben, wenn man unter dem schönsten rosa Hundeschirm der Welt herum laufen kann, der nicht nur die Haare sondern auch die hübsche Prinzessinnenschminke  trocken hält… Niemand. Darum haben die beiden Mädels viel gute Laune verbreitet. Auch bei allen anderen die nicht so gut beschirmt waren.

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Ein Lieblingsbild… Zwei müde Jedi-Ritter träumen von großen Abendteuern. Der größte und der kleinste Mann und beide so was von eingeschlafen… Ich liebe es ihnen dabei zuzusehen…

Ein (leerer) Terminkalender ist ein guter Kalender

Eine der häufigsten Beziehungsstörer zwischen Eltern und Kinder sind “Los-beeil-dich-Situtationen”. Die Minuten zwischen Tür und Angel, wenn uns die ungewollte Ungeduld packt, weil es einen Termin einzuhalten gilt bei dem wir uns auf gar keinen Fall verspäten wollen. Manchmal spielen dabei feste Uhrzeiten zum Mittagessen bei den Schwiegereltern in der gleichen Liga wie der Zahnarzttermin für alle. Selbst bei einem noch so großzügig geplanten Zeitpuffer, kann eine Diskussion um die Auswahl der Schuhe, ein eingeschobenes “Ich muss mal”, ein verlängerter Vormittagsschlaf oder ein verschwundenes Lieblingsteil alle elterlichen Pläne zunichte machen.

Das ganze Szenario multipliziert mit der Anzahl der Kinder ergibt eine Gleichung mit sehr sehr vielen Unbekannten. IMG_4945

Wenn an einem Tag mehrere Termine zu bewältigen sind und dass auch noch mit einem Stillbaby, dann ist Familienfrust nahezu vorprogrammiert. Entsteht Zeitdruck,  bekommen das meist alle Beteiligten zu spüren. Manchmal reagieren Kinder gerade dann mit dem, was die Eltern dann aus der Fassung bringt: Verzögerungstaktik. Mama wird ungeduldig, sie sieht die Zeit weg rennen. Das Kind zieht eine Schnute, will sich nicht anziehen. Während die Mutter genervt die wieder ausgezogenen Schuhe zusammen sucht, fängt das Baby im Maxi Cosi an zu weinen. Die unruhige Situation behagt ihm nicht. Es will am liebsten ganz schnell an die Brust – Sicherheit tanken. “Jetzt bloss flott ins Auto”, denkt die Mutter, “da schläft das Baby bestimmt gleich wieder ein”. Die große Tochter reißt plötzlich das Ruder rum. Die Situation kommt zum Stillstand: “Was ist wichtiger Mama, das man pünktlich ist oder dass man isst wenn man Hunger hat?”

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Klarer Fall: das Kind hat uns alle zurück ins hier und jetzt gebracht. Weg von dem Moment, der sowieso noch in der Zukunft liegt. Wenn es bei uns morgens mal drunter und drüber geht, rufe ich in der Schule an und sage, dass ich seit 20 Minuten den Hausschlüssel suche und wir erst los gehen können, wenn er gefunden ist. Bei Familienfeiern sagen wir , dass man mit dem Essen nicht auf uns warten soll, wenn wir nicht rechtzeitig da sind. Das erspart Frust und Schlechte Laune. Manchmal sind wir auch unerwartet gut in der Zeit, sitzen alle gut gelaunt im Auto und freuen uns, dass alles so prima geklappt hat.

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Am liebsten sind mir die Tage, an denen wenig vorbestimmt ist. Vielleicht eine Verabredung  am späten Vormittag oder Chorprobe am Abend. So kann ich mich morgens am besten auf den Tag an sich freuen. Ich frage mich dann, welche wunderbaren unvorhergesehenen Begegnungen es geben wird. Wie bietet sich der Tag uns an. Welche Stimmung drückt das Wetter aus? Was will mein Baby heute entdecken? Wenn die Nacht unruhig war, dann sorgt es mit langen Stillzeiten für ausreichend Ruhe für uns zwei.

Die beiden großen Geschwister lieben es, wenn keine Termine anstehen. Besonders das Schulkind braucht viel Raum um am Nachmittag all seine Ideen und kreativen Gedanken in die Tat umzusetzen. Einmal die Woche Schwimmkurs ist vollkommen genug für die große Schwester. Sie kann ihre Bedürfnisse nach Aktivitäten und Ruhezeiten schon sehr gut in Worte fassen.

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Und das können die ganz Kleinen auch. Wie zum Beispiel  Josephine, die neun Monate alt ist. Als ich mit ihrer Mama  zum Frühstück verabredet war, hat Josephine noch so schön geschlummert. Also sind wir eben eine dreiviertel Stunde später zum Café los spaziert. Kein Problem, wenn nicht noch drei andere Termine im Tagesablauf lauern. Es ist so schön, sich mit den Kindern einfach treiben zu lassen, ihren Rhythmus anzunehmen und sich  so den Tag von ihnen “diktieren” zu lassen. Das tut meistens sehr gut. Viel mehr als man sich vorstellen kann.

Wohlfühlformel: Ein guter Terminkalender ist gerade nur so gefüllt, dass man sich ohne Stilldemenz alle Termine  merken könnte und nicht aufschreiben bräuchte. Das entspannt Eltern und Kinder und wenn es dann mal wirklich drauf ankommt, klappt´s auch mit dem Zahnarzt.

Sofa unter Sternen

Nach dem letzten Übernachtungsbesuch vom lieben Bruderherz nebst Freundin vor drei Wochen, stellte ich am Abend nach ihrer Abreise fest, wie kuschelig es doch auf dem Sofa ist mit einer “richtigen” Decke. Also keine leicht kratzige Wolldecke, keine flauschige Decke aus Baumwollnicki sondern so ein kuscheliges Ding, zu dem man auch “Plümmo” sagen kann und das normalerweise ins Bett gehört. Die Besucherdecke blieb also liegen und gab mit dem gelb-roten Streifenmuster ein buntes und für meinen Geschmack etwas zu lustiges Bild auf unserem Sofa ab.

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Da kam mir DER Gedanke. Ein wohnzimmertauglicher Deckenbezug muss her. Das ideale Nähprojekt um endlich was mit Sternchen zu machen. Stoff  bei Dawanda gefunden, bestellt und zwei Wochen lang keine Zeit zum Nähen gefunden. Heute dann mal ein bisschen trübesWetter nach Berlin eingeladen und los gelegt.

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Das fertige Goldstück auf´s Sofa gelegt  und fotografiert. Weil´s so schön aussieht durfte alles was grad in der Nähe und hellblau war mit auf´s Bild.

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Nun kann jeden Abend gekuschelt werden und der nächste Übernachtungsbesuch darf sich wie Sterntaler fühlen.

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Zum Zuschneiden braucht es ein bisschen Platz, das funktioniert am besten auf einem glatten Fußboden. Dann einfach die Innendecke auf die zwei Lagen Stoff und großzügig drum herum schneiden. Da die meisten Stoffe mit einer Breite von 1,40m geliefert werden, gibt es nicht viel Schnittarbeit, wenn man sich passend zwei 2m vom gewünschten Stoff  besorgt hat.

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Bei Bettwäsche mache ich es mir leicht indem ich von beiden Stoffteilen eine kurze Seite (Fußende) sauber umnähe und dann einfach beide Teile des Bezuges auf links zusammen nähe. Am Fußende lasse ich mittig eine Öffnung von ca 35cm. Dann lässt sich die Decke prima hinein stecken. Alles auf rechts drehen, fertig. Nun kommen noch die passenden Kissen dazu, die ich nach dem bewährten “Ich-näh-das-Innenkissen-ein”-Prinzip nähen werde.

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Einen besonders schönen Blick auf unseren Seitenflügel eingefangen Grüner Baum schmiegt sich an grünes Haus und die Sonne lässt ein paar Strahlen mit tanzen… Es hat mich ein bisschen ans St. Martins House aus meiner Zeit im Dover College erinnert. Nur, dass wir dort keine Balkone hatten.

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“Mamaaaaaa, machst du uns was saftiges was frisch und lecker schmeckt?” Bitte sehr, das war leicht. Drei zufriedene Kinder verbringen einen lauschigen Abend auf dem Balkon und machen “Sauer-macht-lustig-Gesichter”

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Kinderzimmer ist da wo die Kinder sind. In diesem Fall draußen. Gut, dass ich am liebsten Kissen nähe, die sich samt Bezug in die Waschmaschine stecken lassen. Das erleichtert die Herstellung, weil keine Verschluss-Systeme und den Innenkissen kann der regelmäßige Urlaub im Seifenbad auch nicht  schaden. Die kleinen Inlets gibt’s bei Ikea für 79ct. Ein Kissenberg für viele sommerliche In- und Outdooraktivitäten ist schnell genäht: Zwei Lagen Stoff auf links gegeneinander legen, Kissen drauf, grob umranden, Das Stoff-Viereck u-förmig zunähen, auf rechts drehen. Kissen rein, Stoff an der offenen Seite einschlagen, zunähen, fertig.

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In der 8. Etage über dem Hamburger Hafen als Lieblingsbeschäftigung die Aussicht genossen. Was ich am tollsten fand: Abends um elf ins Bad zu gehen und dabei keine Lampen anzumachen, weil die ganzen Lichter von draußen es grad hell genug machen.

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Tolles Kleid mit hinreißender Eichhörnchenkette entdeckt. Ich will am liebsten beides spazieren tragen und Nüsse sammeln und damit das Eichhörnchen füttern. Doch es war Sonntag und es trennte uns die Schaufensterscheibe. Gut so. Wir sehen uns bestimmt wieder.

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Und noch ein bisschen Hamburg. Dschungelfeeling mitten in der Stadt. Mir gefällt das viele Wasser. Mit Schiffen, ohne Schiffe, dafür mit Schwänen und Enten, die von manch einem doch tatsächlich für Gänse gehalten werden (oder umgekehrt 😉 )

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Alle Kinder auf einem Bild eingefangen. Was fällt auf? Richtig. Sie sind gut sortiert. Nach Größe, Haarlänge und Übung im “in die Kamera gucken” Die große Schwester ist Profi.

Kleines Daumenkino

 

 

 

vom Hofpicknick heute Nachmittag. Wie es weiterging kann man sich denken. Natürlich hat sich das Baby immer weiter vorgearbeitet bis es endlich mit beiden Händen und dem Gesicht in der Schüssel hing.Klar, dass man dann sofort strahlend nach Mamas rosa Hosenbein greift, weil das ja alles so aufregend ist.

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Und was gab´s?

– Gemüseburger superschnell (leckere Alnatura-Mischung aus dem dm, wird mit Wasser angerührt, quellen lassen, Frikos formen, braten, fertig)

– Kräuterquark aus Quark, Sahne und Würzfee

– Schokowaffeln mit Apfeltopping (glutenfreie Brownie-Backmischung aus dem Bioladen, mit Haselnussmilch und Kakao verfeinert, einfach ins Waffeleisen gegossen)

– Zitronenlimonade in einer ehemaligen Waldmeisterflasche, die war ja frei… Hierzu habe ich eine große Zitrone ausgepresst, mit etwas Wasser und Zucker und den Zitronenschalen aufgekocht, nach Geschmack gesüßt und dann mit kaltem Wasser zu einem Liter aufgegossen. Dann für eine Stunde in den Kühlschrank.

Lasst es Euch schmecken. Hier war es sehr lecker.