7 Tage – No 1

Auf geht´s in die neue Woche – mit Impressionen aus den vergangenen sieben Tagen in sieben Bildern:

IMG_4083Der späte Schnee in diesem Jahr. Ich liebe ihn immer noch und freue mich auf die blühende Pracht, die nun unter dem Schnee ihr schönster Frühlingskleid anziehen kann. Die Zeit zwischen richtigem Winter und Frühlingsbeginn finde ich normalerweise am blödesten. Das wird in diesem Jahr anders sein. Schnee weg – Knospen und Blüten da. Zu Ostern darf es dann aber auch wirklich soweit sein.

IMG_4085Die ersten Stücke aus meinem Drehkurs sind fertig glasiert. Es war toll, sie in die Hand zu nehmen. Ich trinke nur noch aus meiner Blumentopf-Tasse und knuspere Mandelhörnchen aus dieser Schale. Die Beschriftung zeigt schon ihren positiven Nebeneffekt: für andere Familienmitglieder scheint das eine Hemmschwelle darzustellen. Egal was ich morgens in diese Schale hinein lege  – es ist Abends noch da. Letzte Woche haben wir im Kurs nicht gedreht, sondern zum ersten Mal selbst glasiert. Auf die Ergebnisse bin ich besonders gespannt. Das war doch um einiges komplizierter, als ich gedacht habe. Das Zeug trocknet einfach blitzschnell.

IMG_4096Bei einem nächtlichen Plausch mit der  lieben Ju festgestellt, dass wir nahezu identische Ringe mit einem besonders schönen Regenbogenmondstein besitzen. Dank super modernster Mediennutzung konnten wir um ein Uhr Nachts den Ring am Finger der jeweils anderen bewundern und ich habe  mich wieder einmal daran erinnert, dass es das letzte Geschenk von meiner lieben Oma Geldern ist. Ich habe ihn Weihnachten 2011 vom Oma-Weihnachtsgeld gekauft. Schön, dass sie mir nahe bleibt. Das habe ich diesem Moment ganz doll gespürt.

IMG_4094Bunte Frühlingsboten, die einfach nicht mehr verschwinden wollen. Acrylfarben in den Händen von Grundschulkindern gehören doch in die Kategorie “mütterfeindlich” -findet ihr nicht? Bei der Gelegenheit kann gleich gesagt werden – sämtliche Tricks und Tips zum Entfernen derselbigen aus quietschgelben Kinderkleidern kann man sich sparen. Die ganze Bude und die eigenen Hände übrigens auch, stinken hinterher nach Nagellackentferner und Fleckenspray. Die Acrylfarbe bewegt sich kein Stück. Gut, die Sache mit dem Haarspray oder Deodorant und dann noch einfrieren das ganze, habe gar nicht erst ausprobiert. Nun muss die Nähmaschine ran und passend zu Ostern werden die Flecken einfach dauerhaft “versteckt”.

IMG_4112Mein neues Lieblingsmöbel steht zwar nicht in unserer Wohnung, dafür aber ganz in der Nähe. Eine dicke Seilschaukel für zwei. Hier finden die Pos (schreibt man das so?) von Mutter und Tochter nebeneinander Platz. Allein das ist schon eine triumphale Entdeckung. Beim Schaukeln zu zweit lassen sich herrliche Frauengespräche führen und Schuhgrößen vergleichen.

IMG_4087 Griechischer Vorspeisenteller aus der bereits gelobten “Anemone”. Davon wird die ganze Familie satt und es bleibt sogar noch was übrig um noch zwei Mal zu Hause leckere Auberginencreme zum Abendbrot zu essen. Ich krieg gleich wieder Hunger.

IMG_4113Sommertrends gesichtet und erst mal leicht entnervt festgestellt: Immer noch / schon wieder Neonfarben. Doch dann dieses Outfit entdeckt zu dem ich sagen muss: So gekonnt akzentuiert  finde ich es einfach umwerfend. Ich will einen rosa Schal mit Neonsternen in gelb!

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So weit die Socke fliegt

Heute hatten wir einen wunderbaren Kurzurlaub in Griechenland. In der “Anemone” in der Moabiter Markthalle gibt es unglaublich leckeres griechisches Essen, eine riesige Karaffe voll Apfelsaft und weise Worte dazu. Als wir ankommen sind unsere Kinder fröhlich, ausgelassen und für das “Öffentlichkeitsgefühl” der Eltern ein bisschen zu laut. Der Vater ermahnt den kleinen Bruder etwas ruhiger zu sein und den Hallenmanager, der am Nachbartisch mit einem anderen wichtigen Marketingmann eine Kampagne bespricht, nicht mit seinem nassen Strumpf zu bewerfen.
Da spricht uns die griechische Oma vom Nachbartisch ein: “Er ist ein Kind. Kinder wissen Bescheid, sie sind die Allerbesten. Sie können alles so viel besser als die Großen. Was für eine Freude, dass sie so laut sind und wir zuhören dürfen.”

Immer noch Winter…

…und der Schnee fällt leise. Als ob er und alle zur Ruhe zwingen und uns die Langsamkeit beibringen will, die wir so dringend brauchen. Auch Berlin kann nicht widerstehen: Sogar hier ticken die Uhren langsamer, wenn es schneit. Busse und Autos in Zeitlupe unterwegs. Und wenn sich die Fenster zum Hinterhof öffnen: Tatsächlich so was wie Stille…

Brüderlichkeit

Sonntag Nachmittag mit dem kleinen Bruder und dem Baby im Tragetuch im Lieblingscafé. Ich genieße meine Schokoladensünde und die Instyle. Der kleine Bruder knuspert selbstvergessen an dem Cookie, der größer ist als sein Gesicht. Das Baby schaut in der Gegend herum. Herrlich, wenn alle zufrieden sind. Wann konnte ich zuletzt zweieinhalb Seiten am Stück lesen? Das ist lange her. In diesem Moment werde ich sanft von meinem Sohn angestupst: “Mama, guck mal!” Ich bleibe erstaunlich gelassen, als ich sehe, dass der kleine Bruder zum ersten Mal mit dem allerkleinsten Bruder geschwisterlich geteilt hat. Strahlend blickt mein kleiner Beiköstling aus seinem Beutel zu mir hoch. Eine Mischung aus “guck mal was ich kann, Mama” und “mein Bruder hat mich in die kulinarischen Geheimwelten von Schokoladengebäck eingeweiht”.

Es ist mein drittes Kind. Daher eile ich nicht in die Damentoilette um eiligst den Mund des sechs Monate alten Kindes auszuspülen, sondern grinse nur einmal in mich hinein und freue mich, dass meine beiden kleinen Männer sich schon so gut verstehen.

Gut gelaunte Heinzelmännchen

Wenn Abends die Küche so aussieht: Obst-und Kartoffelschalen und Mehlreste überall, ein vorgeheizter Backofen, der vor sich hin summt, ein verunglücktes Ei, eine ausgeleerte Brötchentüte (jeder weiss, was aus einer Brötchentüte so alles auf den Boden rieselt, wenn sie umgedreht wird:-) Eine volle Spülmaschine, ein Rest vom Butterklotz und mittendrin ein klebriger Teig in der Küchenmaschine aus dem SO keine Kekse mehr werden. (Zu allem Überfluss heißen sie auch noch “Gute-Laune-Kekse”) Wir werden sehen, ob sie ihrem Namen noch alle Ehre machen.

Ab ins Bett mit dem Stillkind und sich ne ordentliche Oxytocin-Hormondröhnung geben. Herrlich, wenn die Küche plötzlich aus den Gedanken verschwindet und der Plätzchenteig sich sonst wohin entfernt. Der Elternabend zu dem ich eigentlich unterwegs sein sollte leider auch. Ich bin schockiert. Nun ja, bin ich also eine Mutter, die nicht zum Elternabend erscheint. Augen zu.

Gegen 22:00 wieder aufgestanden und in die Küche getappert. Status idem. Ich schaue mir den Teig noch mal an. Mit einem ordentlichen Schuss Mehl könnte die Gute Laune in den Keksen noch zu retten sein. Der Ofen ist nun mehr als vorgeheizt. Schnell ein paar Kreise geformt und rin damit.

Wunderbarer Plätzchendurft breitet sich aus. Pünktlich zur Schlafwandelzeit des kleinen Bruders ist das erste Blech fertig. Er nimmt strahlend die unerwartete kleine Nachtmahlzeit entgegen.

Am anderen Morgen haben die Kekse gewirkt. Gute Laune beim betreten der Küche. Irgendein Heinzelmännchen hat aufgeräumt, bevor ich aufgestanden bin… ♥

Annabell

ist der Name von meiner Puppe, die ich an diesem Wochenende habe entstehen lassen. Es ist meine ganz eigene und ich genieße es gerade, in den Abendstunden noch ein Mäntelchen für das kleine Mädchen zu stricken. Die Zeit mit Maria von Mariengold und den anderen Frauen, die am Kurs teilgenommen haben, war sehr inspirierend. Außer meinem wundervollen Puppenkind nehme ich viel neues Wissen über mich selbst mit. Auch über das Leben und Arbeiten als Puppenmacherin durfte ich viel von Maria erfahren. Ich freue mich auf den Weg…

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